Start Hardware Microsoft Windows 10 Continuum – Mobile Computing – War da nicht etwas BlackBerry?!

Microsoft Windows 10 Continuum – Mobile Computing – War da nicht etwas BlackBerry?!

von Ben Witt
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Microsoft bringt dieses Jahr die nächste Version seines Betriebssystems heraus: Windows 10.
Doch was ist so besonderes an dieser Software?

Windows 10 wird auf allen Microsoft Plattformen angeboten: PC, XBOX One, Tablets und Smartphones. Dabei gibt es ein interaktives Notification Center, das sich über ein Outlook-Konto über alle eingesetze Geräte synchronisiert.
Dazu wird es passende Möglichkeiten zur Programmierung geben: Universal Apps und Astoria/Islandswood.
Mit Windows Continuum wird ein weiteres Merkmal hinzugefügt.

Doch was bedeuten die einzelnen Punkte?

Universal Apps

Universal Apps werden auf PC´s und Smartphones mit Windows 10 laufen. Die Nutzer müssen die App nur einmal erwerben und können diese dann auf beiden Systemen nutzen. Die App muss nur für beide Systeme den Code bereitstellen.
Bei solchen Apps werden die Darstellung passend skaliert, Menüpunkte erweitert und auf Wunsch wird die Bedienung von Touch auf Eingabegeräte gewechselt.

Astoria/Islandswood

Android (Astoria) und Apple (Islandswood) Apps können zukünftig einfach für Windows 10 portiert werden. Es sollen nur geringe Codeanpassungen erfolgen.

Bei Android Apps gibt es noch eine Besonderheit: so laufen Android Apps in Windows 10 in einer Sandbox, die von einem Android Subsystem bereitgestellt werden. So wird der originale Android Code ausgeführt und es kommen on-top nur die Anpassungen an Windows 10.

BlackBerry OS10 Nutzer kennen diese Möglichkeit der Android App Portierung. Mittlerweile lassen sich Android Apps auch direkt installieren und ausführen. Grund ist die Implementierung der Android Runtime 4.3. Lassen sich bei portierten Android Apps keine Berechtigungen bearbeiten, kann man mit App Obs aber die Berechtigungen von direkt installierten Android Apps anpassen. Die Anleitung findet ihr im Forum.

Continuum

Dies ist ein spezielles Einsatzszenario: Das Smartphone als PC-Ersatz. “Mobile Computing”.

Es wird die Möglichkeit geben, nicht nur den Smartphones Bildschirm per Miracast an einen Bildschirm oder Beamer weiterzugeben, man wird auch die Möglichkeit von Dual Screen bekommen. Als Beispiel zeigt Microsoft auf, dass man daheim ein Video an den Fernseher streamen kann und gleichzeitig seine E-Mails bearbeitet.

Es wird drei Verbindungsarten geben:

  • kabelgebundenes Dock
  • kabelloses Dock
  • Dongle

Eingabegeräte können per Dock oder Bluetooth verbunden werden.

Der Punkt “Mogile Computing” wird BlackBerry Nutzer etwas schmerzen. So haben sie doch den Ausdruck schon einmal gehört:

BlackBerry OS10 ist eins der besten mobilen Betriebssysteme. Vor allem in Sachen Sicherheit und MDM. Beides merkt man dem System an. Im Bereich MDM wird Windows 10 aufholen und noch weitere Funktionen und Möglichkeiten in SCCM und Intune integrieren.
In Sachen Workflow bleibt noch abzuwarten. Wir werden zu gegebener Zeit ein Lumia 930 mit Windows 10 mit BlackBerry OS10 vergleichen.
Zur Integration von Windows 10 in BES12 liegen leider noch keine Informationen vor.

Als 2013 die ersten BlackBerry OS10 Geräte auf den Markt kamen, war “Mobile Computing” immer zu hören. Ein mögliches Einsatzszenario per Dock kam auch in Frage, so hatten doch das Z10, Q10 und Z30 die identischen Anschlüsse auf der linken Geräteseite: USB und HDMI.

Man könnte sagen, dass man bei einem BlackBerry OS10 Gerät kein Einsatzszenario als PC-Ersatz wie im Sinne von Windows 10 braucht. Das stimmt wohl. So benutze ich mein Passport für alle Bürotätigkeiten. Doch fehlen mir persönliche eine Druckerlösung und Prozessmanagementfunktionen im Betriebssystem.

Einzelne Softwareteile sprechen für BlackBerry: Der Hub, Gestensteuerung, Universal Suche, Share Framework, WorkLife uvm. Genau diese und noch weitere Funktionen wird BlackBerry bald auf anderen mobilen Systemen anbieten. Per BlackBerry Experience Suite.

Doch seine Stärken spielt BlackBerry OS10 im MDM Bereich aus. An einem BES12 aktiviertes BlackBerry, merkt man im persönlichen Bereich bei einem Balance-Profil gar nichts von Restriktionen. Man kann sich aber trotzdem sicher sein, dass die Daten aus dem geschäftlichen Bereich sicher sind. Dazu wird BB10QNX.de noch einen Artikel verfassen: Ein BlackBerry OS10 Gerät als “Work and personal – user privacy” aktiviertes Gerät.

Fazit

Microsoft spielt seine besten Karten aus: weite Verbreitung im PC-Markt, eigene Lösungen und Potenzial für MDM und IoT sowie Abdeckung aller Gerätesparten. Im Privatkundenbereich wird es Windows 10 wohl schaffen, BlackBerry OS10 weiter auf Distanz zu halten.

BlackBerry bietet Smartphones und Software an. Aber auch an einem PC kann man produktiv mit seinem BlackBerry arbeiten: BlackBerry Blend (Nachrichten Hub auf PC, Vergleich mit Apple und Samsung) und BBM Meetings (Konferenztool, Review). Mit VPN Authentication und Enterprise Identity kommen weitere Funktionen.
BlackBerry ist noch im Turnaround mit der neuen Fokussierung: Enterprise und Regierungskunden mit stetig steigendem Software-Anteil. Das Hardwaregeschäft wird nicht fallen gelassen, weiß man doch die Stärken von BlackBerry OS10 Geräte zu schätzen.

Zitat BlackBerry CEO John Chen:

BlackBerry selbst muss umdenken und sich bewusst werden, dass auch das Softwaregeschäft ein Kerngeschäft darstellt.

So bietet das Unternehmen mit BES12 eine einheitliche Managementkonsole für BlackBerry, Android, iOS und WindowsPhone Geräte an und hat dabei die niedrigsten Betriebskosten für einen 5 Jahreszeitraum im Vergleich zu den Konkurrenten. Samsung KNOX und Android for Work werden in späteren BES12 Versionen folgen.

Mit BES12 Cloud hat man denselben Funktionsumfang ohne die Notwendigkeit einer In-House IT-Abteilung.

Im Enterprise Markt hat BlackBerry mehr Kunden als die drei Hauptkonkurrenten zusammen, ist weit verbreitet in Regierungskreisen und hat mit Secusmart einen deutschen Verschlüsselungsspezialisten übernommen. Dazu kommt noch die Übernahme von Morvitu und neuerdings WatchDox.
Privatkunden müssen sich wohl erst einmal damit abfinden, dass nicht jeder Mobilfunkanbieter BlackBerry Geräte gelistet hat und das Unternehmen nicht nur für Smartphones, sondern auch Software und IoT stehen wird.

Ist BlackBerry nicht so damals “groß geworden”? Nachdem es die Yuppies hatten, wollte jeder eines dieser Kommunikationswunder?!

Dieser Beitrag spiegelt meine persönliche Meinung wieder und steht nicht für BB10QNX.de

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