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Facebook hat schon wieder ein Sicheheitsproblem

von Ben Witt
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Seit zwei Jahren kämpft das “soziale” Netzwerk Facebook nach zahlreichen Datenschutzvorfällen um seine Reputation. Mittlerweile ist es aber schon fast eine Farce, wenn Facebook über Datenschutz redet. Facebook hat die E-Mail-Kontakte von 1,5 Millionen Nutzern ohne deren Wissen und Zustimmung bei der Eröffnung ihrer Konten abgefragt und will diese nun löschen.

Es fing damit an, dass Facebook einige Nutzer aufforderte, das E-Mail-Passwort einzugeben. Zur Verifzierung. Was an sich schon mal einen groben Datenschutzverstoß darstellt, wird im Nachhinein nochmal prekärer. Nach Eingabe des Passwortes kam die Meldung, dass die Kontakte erfolgreich hochgeladen wurden. Ohne vorherige Nachfrage! So wurden von 1,5 Millionen Usern die Kontakte gesammelt.

Facebook und Google haben etwas gemeinsam: Haupteinnahmequelle ist angepasste Werbung. Dafür braucht man Daten. Und beide erheben diese. Mal mit einer Erlaubnis, mal wie in diesem Falle ohne.
Dabei möchte hier auch nochmal klarstellen: Wenn ihr Facebook und oder Google oder andere solcher Dienste und Produkte verwendet, dann beschwert euch nicht im Nachhinein über erhobene Daten. Ihr selbst seid verantwortlich!

Facebook hat aber noch eine zweite Seite: das soziale Netzwerk. Wenn das Netzwerk weiß, welche Kontakte eine Person hat, kann es diese auch auf der eigenen Plattform als FB-Kontakt vorschlagen. Das ist einleuchtend. Doch wurden die Daten auch für den Werbezweck verwendet?!

Die vollständige Erklärung von Facebook, per BusinessInsider:

Letzten Monat haben wir aufgehört, die Verifizierung von E-Mail-Passwörtern als Option für Personen anzubieten, die ihr Konto überprüfen, wenn sie sich zum ersten Mal bei Facebook anmelden. Als wir uns die Schritte ansahen, die die Leute durchmachten, um ihre Konten zu überprüfen, fanden wir heraus, dass in einigen Fällen die E-Mail-Kontakte der Leute auch unbeabsichtigt auf Facebook hochgeladen wurden, als sie ihr Konto erstellten. Wir schätzen, dass bis zu 1,5 Millionen E-Mail-Kontakte von Menschen hochgeladen wurden. Diese Kontakte wurden mit niemandem geteilt und wir löschen sie. Wir haben das zugrunde liegende Problem behoben und benachrichtigen Personen, deren Kontakte importiert wurden. Die Nutzer können auch die Kontakte, die sie mit Facebook teilen, in ihren Einstellungen einsehen und verwalten.

Da stellt sich mir nur eine Frage: Wie kann ein Dienst unbeabsichtigt Kontakte hochladen, wenn die Funktion bzw deren Schnittstellen programmiert werden müssen?

Und dann kommt noch Folgendes:

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