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Bericht zur BlackBerry Experience Day Veranstaltung

von Ben Witt
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Am 17.Februar 2015 fand in Hamburg das Event BlackBerry Experience Day statt. Es war ein breites Publikum aus unterschiedlichen Geschäftsfeldern großer deutscher Unternehmen vertreten.

Das Programm sah wie folgt aus:

  • BES 12 und Migration
  • Business Apps
  • Samsung Knox
  • “Hacker” Demo: Wie man ein Netzwerk durch ein mobiles Endgerät kompromittieren kann
  • BlackBerry Valued Added Services (VAS)
  • Lizenzierung und Preise

Eins vorweg: Meistens wurde ein BlackBerry zur Präsentation genutzt, d.h. die Präsentation war auf einem BlackBerry OS10 Gerät gespeichert und wurde über dieses Gerät an den Beamer gestreamt und auch gesteuert. Leider hat keiner der Anwesenden von BlackBerry diese tolle Funktion erwähnt oder vermarktet.

Stefan Mennecke, Managing Director Zentral- und Osteuropa, eröffnete die Veranstaltung und bedankte sich zunächst für das Durchhalten der Kunden. Die letzten 2 Jahre waren für BlackBerry schwierig. Das Unternehmen sei sich auch der schlechten Marketingarbeit gerade in Deutschland bewusst und arbeitet daran.

PR ist/war nicht unsere Stärke.

Er gibt aber 3 Punkte an, die für BlackBerry sprechen:

  1. BlackBerry wurde nie gehackt
  2. BlackBerry Enterprise Service (BES) hat die geringsten Gesamtkosten (TCO) im Vergleich zu den Mitbewerbern
  3. BlackBerry ist schuldenfrei und hat 3 Milliarden Dollar auf der Bank

Zum letzten Punkt sei angemerkt, dass zum Beispiel MobileIron einen Umsatz von nur 150 Millionen Dollar hat, aber bekannter sei. Auch hier wurde eine Verbesserung der BlackBerry Marketingarbeit für die Zukunft erwähnt.

BES

Die Sicherheit von BES ist auch durch 70 Sicherheitszertifikate belegt, mehr als alle anderen Wettbewerber.

BlackBerry konzentriert sich mit BES klar auf Geschäftskunden, die Hardwaresparte soll aber nicht ganz vergessen werden. So soll pro Jahr ein “Wow”-Gerät erscheinen, letztes Jahr war es das BlackBerry Passport. Dieses Jahr soll das “Wow”-Gerät im Spätherbst erscheinen.
Das BlackBerry Z30 wird auch den Status end-of-life erreichen, der Nachfolger soll im Mai 2015 erhältlich sein.
Deutsche Unternehmenskunden können das BlackBerry Z3 über die Brodos AG beziehen.
Das letzte BlackBerry OS7 Gerät 9720 wird im Sommer 2015 auch end-of-life Status bekommen. Ab diesem Zeitpunkt wird das Gerät und damit verbunden auch BES5 noch garantierte 2 Jahre Support erhalten. Dies ist wichtig, muss man doch endlich den Schnitt machen und alle Kunden auf BES12 und Nachfolger bringen.

BES12 wird dieses Jahr noch mindestens 2 große Updates bekommen:
12.1 in circa 1,5 Monaten (sprich Ende März / Anfang April 2015) und 12.2 Mitte 2015.

Es wurden auf der Veranstaltung Ideen von den anwesenden Kunden/Administratoren aufgegriffen, so zum Beispiel IT-Policies in BES12 zu kopieren, um nicht jedes Mal die komplette Liste durcharbeiten zu müssen.
An der jährlichen APNS Lizenzerneuerung für Apple-Geräten wird sich nichts ändern. Dies liegt aber an Apple und nicht an BlackBerry.

Auf der Veranstaltung wurde per Beamer die BES12 Konsole gezeigt und erklärt. So wurden zum Beispiel neue Nutzer, Gruppen und IT-Policies angelegt. Großer Vorteil: Man braucht wirklich nur noch eine Oberfläche/Konsole, um das gesamte Leistungsspektrum von BES12 aufzuzeigen.

BES12 Self Service wurde auch gezeigt. Der Vorteil an diesem Modus: Endbenutzer können ihre Geräte selbst verwalten.
Wenn zum Beispiel ein Benutzer sein Endgerät Donnerstags morgens verlegt hat, kann er sich an der Konsole anmelden und das Gerät abmelden und zum Beispiel auch den Work-Perimeter mit allen Daten vom Gerät löschen. Findet er es jedoch Sonntags wieder, meldet er das Gerät schnell und unkompliziert an der Konsole wieder an. So wird keine Arbeitskraft der IT-Abteilung gebunden und der Benutzer muss auch nicht warten, er kann sofort handeln.

Viele Fragen zur Migration von BES5 oder BES10 zu BES12 wurden beantwortet. Auch einige Fallbeispiele wurden aufgezeigt. Weitere Informationen stehen auch im Beitrag BES12.

Samsung

Samsung war auch auf der Veranstaltung und hat das Portfolio vorgestellt, insbesondere Knox. Der Sprecher von Samsung machte den Eindruck, dass man über die Basis fast aller Samsung Smartphones, nämlich Android, in Bezug auf Datensicherheit nicht sehr glücklich sei. Daher ist Knox notwendig.
Meldet man ein Android Gerät an einem BES an, muss man Secure Work Space benutzen, um die Daten sicher vor unbefugten Zugriff zu schützen. Es ist nichts anderes als eine Containerlösung. Knox geht einen Schritt weiter und setzt auf das Betriebssystem auf und wird schon beim Booten/Hochfahren des Gerätes gestartet. Man schützt somit die gesamte Android-Umgebung.

Warum eigentlich Samsung und BlackBerry?

Samsung hat ein breites Portfolio und kann so einen großen Kundenstamm abdecken. Im November 2014 unterzeichneten Samsung und BlackBerry eine Vereinbarung, die es den beiden Unternehmen erlaubt, die mobilen Sicherheitstechnologie des anderen zu verkaufen.

“Hacker” Demo

CureSec zeigte dann, was man mit einer vermeintlich sicheren Android Anwendung anstellen kann. Ein Sprecher des Unternehmens zeigte anhand einer Beispielsituation, wie leicht man Daten mit einer kompromittierten Android Anwendung abgreifen und auswerten kann. So wurde am Livebeispiel komplette Login Daten abgegriffen und sehr komfortabel per E-Mail an den Hacker versendet. Auf dem betroffenen Gerät war nichts zu erkennen. Man sollte also nicht leichtgläubig jede Anwendung installieren. Die Sicherheitsfunktion “Installation aus unbekannten Quellen zulassen” hat also schon seine Daseinsberechtigung.

BlackBerry Valued Added Services (VAS)

Nun wurde dem Kunden BBM Protected und BBM Meetings gezeigt.

BBM Protected erweitert den BBM um einen dritten Sicherheitslayer. Nachrichten zwischen BBM Protected Nutzern haben ein PGP ähnliches System. Der Sender und der Empfänger hat jeweils eine einzigartige öffentliche und private Verschlüsselung und Signing Keys.
Diese werden mit einer FIPS 140-2 zertifizierten Kryptographie Bibliothek auf dem Gerät berechnet, kontrolliert durch Enterprise.

BBM Meetings bietet Onlinekonferenzen für bis zu 25 Mitgliedern. Weitere Informationen stehen auch in unserem BBM Meetings Review.

Lizenzierung und Preise

Es wurden die Preise der einzelnen Lizenzen vorgetragen. Nachzulesen im Beitrag BES12. Auch das Lizenzmodell hat sich in Bezug auf die “alten” unbefristeten Lizenzen geändert. Eine Übersicht gibt es im Beitrag End of sales unbefristeter BES Lizenzen.

Fazit

Abschließend möchte ich erwähnen, dass es eine gelungene Veranstaltung in einer sehr schönen und angemessenen Location (Gastwerk Hamburg) war. BlackBerry war mit mehreren Mitarbeitern aus unterschiedlichen Geschäftsfeldern vertreten. Es wurden viele Fragen beantwortet, auch in den Pausen standen alle für Fragen / Gespräche zur Verfügung.

Folgendes Foto zeigt ein Oldtimer Motorrad im Eingangsbereich des Hotels. Aufgenommen mit einem BlackBerry Passport im HDR Modus.

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