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Android und die Versionsverteilung – Peinlichkeit?!

von Ben Witt
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Da sind mir die Tage doch Artikel untergekommen, welche titulieren: Google ist die Verteilung der Android Versionen peinlich. Phonearena hatte den Anfang gemacht. Peinlich ist aber nur die Überschrift, Googles mangelndes Engagement die Statusseite über die Versionsverteilung zu aktualisieren ist eine andere Sache.

Der letzte Status ist vom 26.Oktober 2018 und zeigt die Android Version von Geräten an, welche in den letzten 7 Tagen den Play Store geöffnet haben:

Demnach hatte zu diesem Zeitpunkt noch Android Marshmallow, also Version 6, die Nase mit 21,3% vorne.
Doch was heißt das? Und genau hier wird nicht in Gänze auf den Markt geschaut. Obwohl angemerkt wird, dass dieser 830 Milliarden Dollar schwer sei.

Ein paar Stichpunkte:

  • Der Markt ist gesättigt. Merkt auch Apple an schwindenden Verkaufszahlen.
  • Nicht jeder Nutzer, holt sich alle zwei Jahre ein neues Smartphone.
  • Nicht jeder Hersteller stellt neue Geräte mit der neuesten Android Version vor.
  • Viele Rugged Devices wie Werbeanzeigen oder Kassensysteme laufen auf alten Versionen. Wobei diese auch selten bis nie den Play Store öffnen.
  • In Wachstumsmärkten mit niedriger Kaufkraft werden ältere Versionen bevorzugt, da die Entwicklungsarbeit geringer ausfällt.
  • Viele Geräte werden auch mit CustomROMs betrieben.
  • Enterprise Nutzer stellen nicht den Großteil der Nutzer dar, obwohl der Markt wächst.

Unternehmen haben es einfacher, sie setzen eine Mindestversion voraus, auch ganz einfach per EMM bei BYOD Geräten. Google selbst hat mehrere Mechanismen, welche das Updateverhalten der OEMs forciert. Um nur zwei zu nennen: Android Enterprise Recommended und Project Treble.

Android Enterprise Recommended: Zertifizierung für Geräte und Ökosystem – BlackBerry ist dabei

Android Project Treble: Keine Ausreden mehr für verspätete Updates

Es werden immer alte Versionen im Umlauf sein, da Android auf einer Vielzahl von unterschiedlichen Geräte von unterschiedlichen Herstellern läuft. Schaut man sich die Zahlen in Relation an, kann ich hier nur den Punkt anmerken, dass es Google trotzdem gut stehen würde, die Daten zu aktualisieren. Eventuell auch mit mehr Kontext oder einer anderen Filtermethode.

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