Start Hardware Huawei soll weiterhin Android nutzen können – aus Sicherheitsgründen?!

Huawei soll weiterhin Android nutzen können – aus Sicherheitsgründen?!

von Ben Witt
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Google hat sich laut Financial Times gegenüber der US-Regierung dafür ausgesprochen, dass Huawei weiterhin Android in Volllizenz nutzen darf. Als Begründung gibt Google Sicherheitsbedenken an.

Huawei arbeitet an einem eigenen Betriebssystem, Ark OS. Es wird auf einen AOSP Fork hinauslaufen, also ein “nacktes” Android ohne Google Services. Und genau an diesem Punkt setzt Google an. Denn ohne Google Services fehlen:

  • PlayStore
    Nutzer müssen Appstores von Drittanbieter nutzen oder App aus unbekannten Quellen herunterladen und installieren.
  • Play Protect
    Google scannt alle im eigenen Store gelisteten Apps auf Schwachstellen.
  • Android Enterprise
    Die Aktivierung wird über die Play Dienste relaisiert. Ohne diese Dienste wird es ab Android 10 keine berufliche Anbindung geben, da der DeviceAdmin abgekündigt ist.
  • Project Mainline
    Ab Android 10 ist das OS in Module unterteilt, welche alle im PlayStore gelistet sind. Dadurch können diese auch direkt über den PlayStore aktualisiert werden.

Zwar wird AOSP von einer aktiven Gruppen aktualisiert, jedoch nicht mit dem Fokus auf Sicherheit.

Klar, Google verdient sein Geld zu einem Großteil mit personalisierter Werbung bzw dessen Vermarktung. Doch wenn Huawei den gesamten Bestand der Samrtphones auf das neue OS umziehen würde (was nicht passieren wird!) hätte Google einen Einbruch von knapp 20%. Huawei ist derzeit die Nummer 2 im Smartphone Markt, dicht hinter Samsung.

Andererseits hat Huawei gerade in Asien eine Vormachtsstellung inne und könnte sehr leicht ein eigenes Service Bundle auf die Beine stellen. Eventuell auch mit anderen chinesischen Herstellern wie OnePlus, Oppo etc.

Fazit

Ja, Google hat einerseits Recht. Das Sicherheitsrisiko steigt bei der Nichtverwendung der Google Dienste, einer verlangsamten AOSP Entwicklung und keiner Möglichkeit einer Verwaltung der Geräte. Andererseits verliert auch Google bare Münze.

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