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Offener Brief gegen GCHQ Pläne zur Messengerüberwachung

von Ben Witt
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Zahlreiche Experten, Vereinigungen und Firmen, darunter Apple, Google und Microsoft, haben einen offenen Brief verfasst, in dem sie sich gegen die Pläne aus dem Vereinigten Königreichen stellen. Denn der britische Geheimdienst GCHQ will verschlüsselte Messenger überwachen und mit Maßnahmen die Verschlüsselung aufweichen.

Vereinfacht: Ende-zu-Ende verschlüsselte Messenger arbeiten alle nach dem Prinzip der zwei Schlüssel: einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel. Der private ist nur auf den Endgeräten gespeichert, der öffentliche ist zumeist in der Infrastruktur des Messengeranbieters. Die Implementierung variiert von Hersteller zu Hersteller.
Nutzer vertrauen darauf, dass nur dieses eine Schlüsselpaar während einer Konversation genutzt wird. Doch GCHQ will einen “Ghost Key” implementieren bzw den vorhandenen Schlüssel durch einen eigenen ersetzen, damit auch sie die Inhalte lesen können. Der neue Schlüssel soll ohne einen Hinweis auf Nutzergeräten implementiert werden und aus den Zwei-Personen-Chats einen Gruppenchat erstellen, natürlich ohne Hinweis darauf, dass eine dritte Person im Chat ist. Auch Gruppen sollen so einen weiteren stillen Gast erhalten.

Daraus ergeben sich aber folgende Sachverhalte:

  • Die Vertrauenswürdigkeit in die Dienste, besonders im Bezug auf die Authentifizierung der Chatpartner, ist nicht mehr gegeben.
  • Nicht nur der Geheimdienst kann die Inhalte lesen, auch die Anbieter selbst.
  • Durch den Schlüsselaustausch durch Dritte wird die Verschlüsselung generell aufgweicht.
  • Durch die Implementierung ergeben sich neue mögliche Angriffswege, auch für Dritte.
Offener Brief gegen GCHQ 2019

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